Mitmachen

POETRY WAS?

1. Was ist überhaupt Poetry Slam? Gibt’s da Regeln? Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichter*innenwettstreit, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb eines Zeitlimits vorgetragen und anschließend von Euch – der Publikumsjury – bewertet werden. Dabei sind alle literarischen Genres erlaubt: Egal ob Lyrik oder Prosa, Rap oder Comedy.

2. Was ist Kampf der Künste? Kampf der Künste ist der weltweit größte Poetry Slam-Veranstalter. Neben den großen Bühnen der Stadt sind wir auch in kleinen Clubs aktiv und betreiben dort Nachwuchsförderung, mit einem besonderen Fokus auf die U20 Szene.

3. Was ist ein Best of Poetry Slam? Beim „Best of Poetry Slam“ treten vier der absoluten Top Poet*innen gegeneinander an, moderiert von den beliebtesten Slam-Moderator*innen, garniert von einem musikalischen Feature.

Credits: Heike Kölzer

Credits: Heike Kölzer

Wie kann ich beim Poetry Slam mitmachen?

Um bei einem Poetry Slam mitzumachen benötigt es nicht viel, außer ein wenig Mut, eine Mail-Adresse und zwei selbstgeschriebene Texte. Denn jede*r ist willkommen beim Poetry Slam! Du Lust hast auf die Bühne zu gehen und vor allem Spaß und Freude am Schreiben, dann steht dir dieses Format offen.
Am besten du guckst einfach bei den gängigen Suchmaschinen nach Poetry Slams in deiner Nähe und schreibst an die Kontaktperson eine Mail. Die wird sich mit einer Auftrittsmöglichkeit bei dir melden und schon stehst du bei einem Poetry Slam auf der Bühne.

Uns erreichst Du unter: hamburg@kampf-der-kuenste.de
Wir freuen uns auf deine Mail!

Welche Regeln gibt es beim Poetry Slam?

Es gibt ein paar Regeln beim Poetry Slam, denn selbst wenn es um die Liebe zum gesprochenen und geschriebenen Wort geht, so ist und bleibt der Slam immer noch ein Wettkampf. Die Regeln für die Auftretenden sind:

1) Der Text muss selbstgeschrieben sein, Zitate müssen kenntlich gemacht werden. Wenn jemand „Der Erlkönig“ vorträgt muss dieser jemand Johann Wolfgang von Goethe sein. Und das ist recht unwahrscheinlich.

2) Es gibt ein Zeitlimit. Dieses mäandert von Veranstalterin zu Veranstalter, aber zwischen 5 und 10 Minuten hat es sich eingependelt, jeweils mit ein wenig Kulanz. Warum? Damit niemand sein ganzes Tagebuch vorlesen kann.

3) Keine Requisiten! Es geht um dich und den Text und nicht um eine gelbe Plastikbanane, die du die ganze Zeit in der Hand hast. Dabei ist es auch egal ob der Gegenstand einen Bezug zum Text hat – Requisiten gehören ins Theater und nicht zu einem Poetry Slam.

4) Keine Kostüme! Ähnlich wie bei Regel 3 soll es um den Text gehen und da könnte so ein Clownskostüm den Fokus eventuell verfälschen. Auf der Bühne sollst du aussehen wie du immer aussiehst. Also wenn du als Clown auf die Bühne kommest, dann trägst du seit 14 Tagen konsequent ein Clowns-Kostüm.

5) Kein Gesang! Auch hier geht es darum, dass es möglichst nur um den Text geht, egal ob jemand gut oder schlecht singen kann, macht es einfach nicht. Ein gesungener Part in einem Slam-Text ist zwar erlaubt, aber maximal 10 Sekunden und auch diese Regelung ist von Veranstalterin zu Veranstalter unterschiedlich bezüglich der Kulanz. Informier dich vorher!

Credits: Jan Brandes

Offene Liste Slam vs. Einladungs Slam

Poetry Slam ist seit Beginn sehr gewachsen und hat einen festen Platz in der Kulturszene. Angefangen in Kneipen und kleinen Clubs eroberte das Format die großen Theater und Hallen. Das beinhaltet allerdings auch eine Entwicklung bezüglich der einzelnen Slams: Offene Liste vs. Einladungs-Slams.
Bei einem Offene-Liste-Slam kann sich jede*r anmelden und mitmachen, bei einem Einladungs-Slam wird man gefragt, ob man mitmachen möchte. Das hat verschiedene Gründe, zum Beispiel treten bei einem offene Liste-Slam mehr Anfänger*innen auf und bei einem Einladungs-Slam sind bekannte Slam-Poet*innen dabei, die schon Preise und Titel gewonnen haben.

Zum Einstieg empfehlen wir unsere Jägerschlacht, die im Grünen Jäger stattfindet.

Wie schreibe ich einen Text und wie komme ich auf Ideen?

Und hier kommt natürlich die Krux – wie schreibst du überhaupt einen Text, geschweige denn, wie kommst du auf Ideen? Das muss man für sich selber erstmal ertasten, welches Genre am besten zu einem selbst passt.
Bist du eher der witzige Lyriker? Oder die ernste Storytellerin? Möchtest du Dada machen oder Rap, Stand Up Comedy oder Gedichte, frei oder abgelesen? Alles ist möglich, gerade zu Beginn solltest du dich ausprobieren – vielleicht wirst du überrascht sein, wenn du herausfindest, dass du ein grandioser Storytellerin bist, obwohl du immer Gedichte geschrieben hast.
Und die Ideen kommen meist von alleine, sie brauchen nur einen kleinen Anschubser. Das Gespräch aus der Bahn, die Frau im Café, dein liebstes Hobby, ein Drohbrief an den Verflossenen, ein Liebesbrief an den Neuen, ja, du kannst sogar über das Wetter schreiben – denn das ist dir überlassen. Hauptsache es ist dir wichtig und du hast Spaß dabei.

Noch mehr Tipps:

…gibt’s bei unserem Grundkurs Slam.